Forschung

Die Forschungsschwerpunkte der Professur liegen im Strafrecht, Strafprozessrecht, Wirtschaftsstrafrecht, Sanktionenrecht und Vollstreckungsrecht.

  • Das Strafrecht und Strafprozessrecht bilden den Kern der Arbeit. Ebenfalls erfasst ist dabei das Wirtschaftsstrafrecht mit seinen materiell-rechtlichen und verfahrensrechtlichen Bezügen. Im Strafprozessrecht beschäftigen wir uns schwerpunktmäßig mit dem Richtervorbehalt sowie (alternativen) Verfahrenseinstellungen.

  • Im Sanktionenrecht fokussieren wir uns auf die zentralen Fragen, ob und, wenn ja, worin die besondere Eingriffsintensität der Strafe bzw. der Eingriffsmehrwert der Strafe gegenüber anderen Grundrechtseingriffen besteht und wo die Grenze staatlichen Strafens verläuft. Besteht wirklich ein wesentlicher Unterschied zwischen dem Strafrecht und anderen Sanktionssystemen, etwa dem Disziplinarrecht?

    Ferner beschäftigen wir uns mit der Frage, ob sich das Strafrecht nur an Menschen richten kann. Das Unternehmensstrafrecht befindet sich gleichsam in der Schnittstelle zwischen dem Wirtschaftsstrafrecht und dem Sanktionenrecht. Wir diskutieren, ob es Dimensionen des Unrechts gibt, die Ausdruck einer Unternehmensverantwortlichkeit sind.

    Bedenkt man, dass in Zukunft nicht nur Menschen, sondern vermehrt Algorithmen und damit künstlich-intelligente Maschinen Entscheidungen treffen, so ist fraglich, ob und, wenn ja, wie sog. „E-Personen“ strafrechtlich zur Verantwortung gezogen werden können.

  • Schließlich forschen wir im Bereich des Vollstreckungsrechts. Einen wichtigen Aspekt bildet hier die Frage, ob und wie das historische Rechtsinstitut der Gnade in einem modernen Rechtsstaat legitimiert werden kann.

  • Die verfassungsrechtlichen Bezüge spielen insbesondere in den Forschungsbereichen Strafprozessrecht, Sanktionenrecht und Vollstreckungsrecht eine herausragende Rolle.