Lehrstuhl Prof. Dr. Dennis Bock (Deutsches und Internationales Strafrecht, Strafprozessrecht und Wirtschaftsstrafrecht)

Lehrveranstaltungen

Wiederholungs- und Vertiefungskurs (WS 2016/2017 und SS 2017)

Der Wiederholungs- und Vertiefungskurs ist das Angebot der Rechtswissenschaftlichen Fakultät für die Vorbereitung auf das Erste Staatsexamen.

In nur acht Monaten werden Sie intensiv auf das Examen vorbereitet. Im Vordergund des Kurses steht die examensnahe Aufbereitung des Stoffes anhand großer Klausuren, oftmals Originalfälle aus dem Examen.

Am Kurs kann kostenfrei teilgenommen werden. Probehören ist jederzeit möglich!

Grundsätzlich findet der Kurs in OS 75 S2 R.26 statt. Für Einzeltermine sind Ausweichräume vorgesehen. Die Ausnahmen finden sich im UnivIS.

Kursprogramm 2016/17

 

Zivilrecht
Montag/Dienstag 9-12

Strafrecht
Mittwoch 9-13

Öffentliches Recht
Donnerstag 9-13

Teil 1

28.11.2016-23.02.2017

 

28.11.-10.01.: BGB AT
(Prof. Dr. Lettmaier)

16.01.-21.02.: Schuldrecht AT
(Prof. Dr. Stöber)

StGB AT I
(Prof. Dr. Bock)

Verfassungsrecht und Verfassungsprozessrecht
(Prof. Dr. Matz-Lück)

Teil 2

27.02.-11.05.2017

27.02.-18.04.: Schuldrecht BT *
(Dr. Jotzo)

24.04.-09.05.: Sachenrecht I
(Prof. Dr. Lettmaier)

StGB AT II und Nichtvermögensdelikte
(Prof. Dr. Bock)

Verwaltungsrecht AT und Verwaltungsprozessrecht I
(Prof. Dr. v. Kielmansegg / Prof. Dr. Dr. Augsberg)

Teil 3

15.05.-27.07.2017

15.05.-13.06.: Sachenrecht II
(Prof. Dr. N.N.)

19.06.-27.06.: Arbeitsrecht
(Prof. Dr. Oetker)

03.07.-11.07.: Handels- und Gesellschaftsrecht
(Prof. Dr. N.N.

17.07.-25.07.: Familien- und Erbrecht
(Dr. Dr. Backmann)

Vermögensdelikte
(Prof. Dr. Bock)

Verwaltungsrecht BT und Verwaltungsprozessrecht II
(Prof. Dr. Arndt)

 

 

Weitere Lehrveranstaltung im SS 2017:

 

Übung im Strafrecht für Fortgeschrittene (Di 16-18 Uhr, bei Klausuren: Di 16:00-19:00 Uhr)

  • Di, 04.04.2017: Einführung; Rückgabe und Besprechung der Vorlauf-Hausarbeit, Lösungshinweise; Ausgabe des ersten Übungsfalls zum ersten Themenbereich (Sachverhalt)
  • Di, 11.04.2017: Besprechung des ersten Übungsfalls zum ersten Themenbereich; Ausgabe des zweiten Übungsfalls zum ersten Themenbereich (Sachverhalt)
  • Di, 18.04.2017: Besprechung des zweiten Übungsfalls zum ersten Themenbereich; Ausgabe des dritten Übungsfalls zum ersten Themenbereich (Sachverhalt)
  • Di, 25.04.2017: Besprechung des dritten Übungsfalls zum ersten Themenbereich
  • Di, 02.05.2017, 16:00-19:00 Uhr: 1. Klausur (= zum ersten Themenbereich)
  • Di, 09.05.2017: Rückgabe und Besprechung der 1. Klausur; Ausgabe des ersten Übungsfalls zum zweiten Themenbereich (Sachverhalt)
  • Di, 16.05.2017: Besprechung des ersten Übungsfalls zum zweiten Themenbereich; Ausgabe des zweiten Übungsfalls zum zweiten Themenbereich (Sachverhalt)
  • Di, 23.05.2017: Besprechung des zweiten Übungsfalls zum zweiten Themenbereich; Ausgabe des dritten Übungsfalls zum zweiten Themenbereich (Sachverhalt)
  • Di, 30.05.2017: Besprechung des dritten Übungsfalls zum zweiten Themenbereich (Sachverhalt)
  • Di, 06.06.2017, 16:00-19:00 Uhr: 2. Klausur (= zum zweiten Themenbereich)
  • Di, 13.06.2017: Rückgabe und Besprechung der Klausur zum zweiten Themenbereich; Ausgabe des ersten Übungsfalls zum dritten Themenbereich (Sachverhalt)
  • Di, 20.06.2017: Besprechung des ersten Übungsfalls zum dritten Themenbereich; Ausgabe des zweiten Übungsfalls zum dritten Themenbereich (Sachverhalt)
  • Di, 27.06.2017: Besprechung des zweiten Übungsfalls zum dritten Themenbereich; Ausgabe des dritten Übungsfalls zum dritten Themenbereich (Sachverhalt)
  • Di, 04.07.2017: Besprechung des dritten Übungsfalls zum dritten Themenbereich
  • Di, 11.07.2017, 16:00-19:00 Uhr: 3. Klausur (= zum dritten Themenbereich)
  • Di, 18.07.2017: Rückgabe und Besprechung der Klausur zum dritten Themenbereich; *Ausgabe der Scheine*

 

 

Vorlaufhausarbeit von Di, 14.02. bis Mi, 29.03.2017

(zugleich Nachlaufhausarbeit der Übung im Strafrecht für Fortgeschrittene vom WS 2016/2017)

Jerome Rahmel (R) entnahm aus den Verkaufsregalen eines Rewe-Markts eine Flasche Cognac. Er steckte sie oben in seinen Rucksack, um sie ohne Bezahlung aus dem Laden mitzunehmen. Dabei hatte er, allerdings ohne daran zu denken, in seinem verschlossenen Rucksack, den er locker auf dem Rücken trug, einen kleinen Schraubendreher. Er passierte die Kasse mit den Worten, die Waren in seinem Rucksack seien nicht aus diesem Rewe-Markt. Als ihm die Kassiererin Erika Vilimski (V) folgte und den Rucksack festhielt, riss sich R los und stieß V mit einer Hand weg. Dabei fiel der Rucksack zu Boden. Nachdem V den Rucksack dem herbeigeeilten Geschäftsführer Eric Eltmann (E) ausgehändigt hatte, forderte R diesen von E heraus, wobei er ankündigte, anderenfalls V niederzuschlagen. E hielt den R für gefährlich und kam der Aufforderung nach. Danach floh R mit der Beute.

Er lief zu seinem Auto, das er an einer Parkuhr abgestellt hatte, und musste feststellen, dass sein Plan nicht aufgegangen war: Er hatte nämlich die Parkuhr mit einer Aluminium-Unterlegscheibe, wie sie zum Festziehen von Muttern benötigt wird, in Gang gesetzt. Sie sollte gegenüber etwaigen Parkraumüberwachern den Einwurf eines 2‑Euro‑Stücks vortäuschen und damit verhindern, dass R eine gebührenpflichtige Verwarnung erhalte. Die „Politesse“ Selin Bozkurt (B) hatte jedoch Verdacht geschöpft, die Parkuhr sogleich kontrolliert und die unvorschriftsmäßige Betätigung der Parkuhr festgestellt; sie hatte nun dem R eine Verwarnung über 10 Euro erteilt.

Weil er mit einem Bekannten verabredet war, fuhr R zum Bahnhof. Er hielt sich rauchenderweise in der Bahnhofsvorhalle auf. Die beiden Polizeibeamten POMin Gabriele Schuller (S) und PHM René Jürschke (J) machten R darauf aufmerksam, dass in der Bahnhofshalle ein Rauchverbot bestehe und sprachen ihm gegenüber wegen der begangenen Ordnungswidrigkeit ein Verwarnungsgeld i.H.v. 10 € aus. R bezeichnete die beiden Polizeibeamten daraufhin als „Menschenjäger“, tippte sich an die Stirn und wollte weggehen. Dabei schüttete er aus einer Bierdose Bier in Richtung der Polizeibeamten und traf J, dessen Hemd durchnässt wurde. PHM J hielt R deshalb am Oberarm fest, erklärte ihm, dass er soeben Straftaten begangen habe und forderte ihn auf, sich auszuweisen. Da R dies ablehnte, teilte ihm J mit, dass R zwecks Identitätsfeststellung mitkommen müsse und drohte die Anwendung unmittelbaren Zwangs an. Daraufhin riss R sich aber von dem Polizeibeamten los und wollte weglaufen. PHM J bekam ihn jedoch am rechten Handgelenk zu fassen und brachte R anschließend gemeinsam mit seiner Kollegin in den Dienstraum der Bundespolizeiinspektion.

Strafbarkeit des R nach dem StGB?

§§ 123, 223, 224, 239a, 239b, 240, 241, 246 StGB sind nicht zu prüfen.

 

 

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Bearbeitervermerk:

1. Der Umfang der Arbeit darf 25 Seiten (einseitig, 1/3 linksseitiger Rand, Schriftart „Times New Roman“, Schriftgröße 12, Zeilenabstand 1,5, Laufweite normal) nicht überschreiten.

2. Gem. § 13 IV 1 StO und § 1 S. 2 ZwPrO darf die Fortgeschrittenenübung rechtswirksam erst nach Bestehen der Zwischenprüfung besucht werden. Hausarbeiten und Klausuren können also erst geschrieben werden, nachdem die Zwischenprüfung bestanden ist; vorab geschriebene Hausarbeiten oder Klausuren werden nicht anerkannt. Für die erfolgreiche Teilnahme an der Übung ist daher ein Nachweis über das Bestehen der Zwischenprüfung zu erbringen. Dieser kann für die Hausarbeit erfolgen durch Beilegen (nicht Einheften!) einer papierenen, losen Kopie des ZP-Zeugnisses.

3. Die Arbeit ist spätestens am Mi, 29.03.2017 um 12:00 Uhr in den entsprechend bezeichneten Hausarbeiten-Abgabekasten Nr. 4 im Juristischen Seminar (im Eingangsbereich links) einzuwerfen. Die Arbeit kann auch auf dem Postweg übersandt werden: spätestens mit dem Poststempel des letzten Tages der Bearbeitungsfrist. Der Stempel einer Frankiermaschine gilt dabei nicht als Poststempel. Postadresse: Prof. Dr. Dennis Bock, Institut für Kriminalwissenschaften der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, Leibnizstraße 6, 24118 Kiel.

4. Die Rückgabe und Besprechung der Hausarbeit erfolgt im Rahmen der Übung im Strafrecht für Fortgeschrittene im SS 2017 am Di, 04.04.2017, 16‑18 Uhr, LS1-Klaus-Murmann-Hörsaal.

5. Bearbeiter können sich in einen E-Mail-Verteiler eintragen lassen und erhalten dann (nach Ablauf der Bearbeitungszeit) Lösungshinweise zur Hausarbeit. Hierfür ist eine E-Mail mit entsprechendem Anliegen zu schicken an: dbock@law.uni-kiel.de